Gebt mir ein kon­sis­ten­tes Daten­mo­dell der Welt und ich hebe sie aus den Angeln.

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Der große Unterschied

Nie­der­schmet­ternd viele Men­schen sehen Kitsch und rufen ent­zückt “Roman­tik!” Ein Pudel ist eben kein Wolf.

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Aus der schweizer Traum

Alle Über­le­gun­gen, eines fer­nen Tages in die Schweiz aus­zu­wan­dern, sind obso­let, seit ich mir klar dar­über wurde, dass schwei­zer Tas­ta­tu­ren mir ver­weh­ren wür­den, kor­rek­tes deutsch zu schrei­ben. Eine Straße ist keine Strasse, ein Gruß kein Gruss.

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Kunst ist auf Leinwand gekotzte Emotion

SHOW­stu­dio: Mil­lie Brown — Live Stu­dio (Edit) from SHOW­stu­dio on Vimeo.

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Picture 13

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Be-haartes Leben

Mir scheint, die Nase ist der letzte Ort, in dem Haare noch Haare sein dür­fen und weder Rasie­rer noch Wachs zu fürch­ten haben. Steht womög­lich ein Massen-Exodus aller Haupt-, Scham– und Beinhaare in diese letzte sichere Zone bevor?!

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Termin mit Freud erbeten

Notiz an mich selbst: im Jen­seits einen Ter­min bei Freud erbit­ten, um ihn zu fra­gen, was es bedeu­tet, dass Män­ner mit lan­gen Nasen so unge­mein anzie­hend sind. Bes­ser man erfährt’s zu spät, als nie.

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Doktor Faust und eine dreibeinige Katze

Ist es ein besorg­nis­er­re­gen­des Zei­chen, wenn man gerade aus dem Faust-Museum in Knitt­lin­gen kommt, noch über den berühmt-berüchtigten “Aeor­man­ten, Pyro­man­ten, Necro­man­ten und Schwarz­ma­gier” sin­niert und einem dabei eine Katze vor die Füße läuft, die auf nur drei Bei­nen durchs Leben hum­pelt? Die sich dann vor einem auf dem Boden wälzt und sich mit ihrem vier­ten (Phantom-)Bein ver­sucht, hin­ter den Ohren zu krat­zen?
Heute vor dem Schla­fen­ge­hen werde ich auf harm­lose Lek­türe set­zen, die mich von fins­te­ren Gedan­ken über dunkle Künste ablenkt. Cle­ver & Smart. Der Fän­ger im Rog­gen. PC Games. Was auch immer.

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Das Orakel von Kairo (vermutlich finale Fassung)

Am Hori­zont tra­fen flim­mernd Blau und Ocker auf­ein­an­der. Träge und still schleppte der Tag sich dahin. Ich suchte Schutz vor der drü­cken­den Hitze. Im Schat­ten eines Gebäu­des ver­nahm ich eine fremde Stimme. Ver­hei­ßungs­voll sprach sie, nicht zu mir, son­dern zu der Welt, zu allen, die sie hören woll­ten. Geheim­nis­voll waren ihre Worte, wie die Orna­mente an der Wand. Lieb­lich war der Klang, jede Pause zwi­schen ihren Sät­zen eine Unerträglichkeit.

Das Ora­kel von Kairo — nie hatte ich davon gehört, nun hatte ich es gefun­den. Ich wusste, was sie nicht meinte, aber ver­lor mich in mei­nen Gedan­ken, in mei­nen Träu­me­reien. Kost­bar wie erfri­schen­des Was­ser war mir jede ihre Sil­ben und begie­rig nahm ich sie auf. Gedämpft erklang ihre Stimme durch die Wände und ich wagte nicht, nach innen zu gehen. Zu gern wollte ich sie sehen, aber um kei­nen Preis gese­hen werden.

Ich kam wie­der und wie­der und lauschte ihren Wor­ten und ihren Pau­sen. Alle geträumte Welt konnte ich her­aus­hö­ren aus ihrem Spre­chen, wohl wis­send, dass ich mich täuschte. Nicht mir gal­ten die Ver­spre­chen. Ver­spre­chen waren es nicht ein­mal, nur lose Gedan­ken. Aber sie trös­te­ten mich. Sie eröff­ne­ten mir einen Lust­gar­ten, weit­aus wirk­li­cher als der Ort, an dem ich stand. Wie gern ver­lor ich mich im saf­ti­gen Grün und hielt ihre zarte Hand!

Eines Tages, als ich weder kam und dar­auf hoffte, sie zu hören, blieb es still. Nichts als mei­nen Herz­schlag konnte ich ver­neh­men. Das War­ten wurde nicht belohnt. Mit der Stimme waren die Träume ver­lo­ren. Lang­sam begriff ich: nun erst ver­kün­dete das Ora­kel eine Wahr­heit, ein schmerz­haf­tes “Nein”. Sie ließ kei­nen Zwei­fel daran, was sie meinte — indem sie beharr­lich schwieg.

Das Ora­kel von Kairo ist verstummt…

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Das Orakel von Kairo (Version I)

Wan­de­rer auf Kop­fes­rei­sen, sucht nicht, fin­det nicht, reist und steht doch stille.

Auf der Suche nach Schat­ten, um der sen­gen­den Sonne zu ent­ge­hen, auf der Suche nach Wärme und Schutz vor der Kälte der Abend­däm­me­rung, führ­ten die Schritte zu dem immer sel­ben Ziel.
Ewig fern und doch in Gedan­ken stets so nah, das Ora­kel von Kairo.
Lau­sche der Worte, lies die Orna­mente, ertrage unge­dul­dig das Schweigen!

Es spricht, es sprach, es schweigt — jedes Wort und jede Stille ein Geheim­nis.
Ich wusste, was es nicht meinte, als es sprach, aber liebte es, mich in Träu­me­reien zu ver­lie­ren.
Die Schat­ten wer­den län­ger, las­ten­der die Hitze und es schwin­den alle Zwei­fel:
Das lange Schwei­gen kann nur eine Bedeu­tung haben, das Ora­kel von Kairo spricht erst­mals klar und unmiss­ver­ständ­lich, indem es seit Tagen schweigt!
Das Ora­kel von Kairo… schweigt.

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