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	<title>Abwegiges</title>
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		<title>Ein Feuerwerk für Frank</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 20:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Caligula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdes]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein gleichmäßiges mechanisches Surren, Rattern erfüllt die Luft. Der Klang eines Super8-Filmprojektors. Als Folge der Aktivität strömt aus seinem Innenleben ein Geruch, als würde ein merkwürdiger Genießer Plastiktabak in einer Pfeife rauchen. Der Raum: abgedunkelt. Die Zeit: vorangeschrittener Abend. Der &#8230; <a href="http://blog.blaue-wueste.de/?p=213">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gleichmäßiges mechanisches Surren, Rattern erfüllt die Luft. Der Klang eines Super8-Filmprojektors. Als Folge der Aktivität strömt aus seinem Innenleben ein Geruch, als würde ein merkwürdiger Genießer Plastiktabak in einer Pfeife rauchen.<br />
Der Raum: abgedunkelt. Die Zeit: vorangeschrittener Abend. Der Anlass: noch zu verkünden.<br />
Wackelige Bilder bewegen sich ruckartig-abgehackt über die vergilbte Leinwand, in Farben, die in dem Betrachter die Frage hervorrufen, ob er farbenblind sei oder ob damals die Menschen abwechselnd verblasste und strahlend-leuchtende Stoffe trugen.<br />
Der erste Schultag, eine knallrote Schultüte in der Hand des Kindes das abseits steht. Mit ernstem und schüchternem Gesichtsausdruck. Etwas blass.<br />
Das Lachen der Kinder ist nicht konserviert, hörbar ist es nur dem Zeugen jenes Tages, der es nicht vergessen hat. Frank erinnert sich.<br />
Er trinkt Cola. Sehr alte Cola. Der Rest aus einer Getränkekiste die er für die Feier zu seinem Geburtstag gekauft hatte. Es waren zu wenige Gäste der Einladung nachgekommen um sie zur Neige zu leeren. Frank hatte eine Flasche angebrochen und getrunken, der Rest setzte Staub im Keller an.<br />
Dazu eine Zigarette, alter, krümeliger, fast schon staubiger Tabak. Die Schachtel hatte er an seiner Abschlussfeier gekauft und nicht zu Ende geraucht, da ihm schlecht davon geworden war. Später fand er sie in der Tasche seiner Anzugweste und beschloss, sie aufzubewahren.<br />
Drei Zigaretten noch nach jener, die in seiner linken Hand glimmt.<br />
Frank, Publikum und Vorführer in einer Person, wechselt zu einer anderen Spule, der Stummfilm wird fortgesetzt. Urlaub in Italien. Postkartenblauer Himmel, Möwen, Strand. Frank mit Sonnenbrand, ein Backfisch.<br />
Er isst vom Teller, der zu dem Service gehört, das ihm zum Auszug geschenkt wurde. Der Serviettenhalter, eine Anerkennung zum zehnjährigen Betriebsjubiläum. Die Speise darauf der Rest vom Braten, den seine Frau zubereitet hatte, bevor sie ihn verließ. Jahrelang in der Tiefkühle für einen besonderen Anlass aufbewahrt. Etwas trocken ohne Soße, aber Frank isst ohne Murren.<br />
Keine Mimik in seinem Gesicht, er hat es nie gelernt.<br />
Aus den Boxen der alten Stereoanlage (Geschenk zur Konfirmation) dröhnt Musik vergangener Tage. Uralte C-90 Kassetten, von ungelenker Hand penibel beschriftet.<br />
Ein Klackern. Das Ende des Filmstreifens schlägt wütend die Filmrolle, von der er soeben abgenabelt wurde. Frank schaltet das Gerät nicht aus, das Schlagen erfolgt im stimmigen Takt zu der Musik.<br />
Frank steht auf, bleibt auf dem Weg zum Nebenzimmer kurz vor dem Hochzeitsbild an der Wand stehen und nickt. Er bringt ein weiteres Präsent, das er nie weggeworfen hat. Von seinem Vater. Halb Scherz, halb Ernst. Ein Beitrag zum ersten eigenen Auto (gebraucht, noch ganz gut in Schuss). Mit diesem Geschenk in der Hand geht er zurück in den Festsaal seiner Zwei-Zimmer-Wohnung und liebkost es. Löst dann den Schraubverschluss. Langsam. Es besteht kein Anlass zur Eile. Es riecht nach Plastik und Tankstelle. Er schüttet den Inhalt des Benzinkanisters in aller Ruhe über den Tisch, den Projektor, den Stuhl. Greift nach den Zigaretten und nimmt sich die drittletzte. Greift blind nach den Zündhölzern (motivbedruckt, Mitbringsel aus dem Hotel seiner Flitterwochen) und reibt eines an. Eine kleine Flamme erhellt den Raum bevor sie die alte Camel Zigarette entzündet.<br />
Frank nimmt zwei Züge, pafft, lässt die Zigarette im Mundwinkel hängen und murmelt:<br />
“Alles Gute zum Geburtstag, Frank“<br />
– und spuckt danach die Zigarette auf den Tisch…</p>
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		<title>Heiter ins Wochenende</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 06:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Caligula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Einsamkeit bedeutet nicht, mutterseelenallein zu sein, sondern, nicht den Einfallsreichtum aufzubringen, Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Dem Bedauernswerten, der sich in solch erbarmungswürdiger Situation befinden mag, zeige ich hier in kurzen Skizzen auf, mit welch einfachen Mitteln ich meine Stimmung deutlich &#8230; <a href="http://blog.blaue-wueste.de/?p=207">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einsamkeit bedeutet <i>nicht</i>, mutterseelenallein zu sein, sondern, nicht  den Einfallsreichtum aufzubringen, Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Dem Bedauernswerten, der sich in solch erbarmungswürdiger Situation befinden mag, zeige ich hier in kurzen Skizzen auf, mit welch einfachen Mitteln ich meine Stimmung deutlich aufzuhellen vermochte:</p>
<p><b>Für eine handvoll Worte</b><br />
Manchmal bedarf es einer kleine Rückversicherung, ob man die menschliche Sprache nach wochenlangem Schweigen nicht verlernt hat.<br />
Wenn Selbstgespräche ausgereizt sind und es zu spät ist, um noch jemand anzurufen, der sich nicht dagegen wehren kann (Telefonauskunft, Pizza-Service, Bestellannahme), ist noch lange nicht alles verloren: setze dich hinters Steuer und begib dich auf die Suche nach einer einsamen Anhalterin, die ungeduldig wartend ihren Daumen in die kühle Nachtluft reckt und auf eine Mitfahrgelegenheit hofft. Sie wird zumindest so lange mit dir reden, bis eine Absprache bezüglich des Ziels getroffen ist!<br />
Menschliche Worte sind wie zuckersüße Schlagsahne unter der sich die nicht mehr frischen Erdbeeren des Lebensalltags verbergen können!</p>
<p><b>Ich bin nicht unsichtbar!</b><br />
Aufmerksamkeit, wie leicht man sie doch erlangt, wenn man die entsprechenden Kniffe kennt!<br />
<i>Schritt 1:</i> ein kleiner Ausflug zum nächsten Flughafen, kurz bevor dort eine Auslandsmaschine landet. <i>Schritt 2:</i> Presse dich so nah wie möglich an die Glasscheibe, die die Wartenden von den Ankömmlingen trennt. Nach einiger Zeit wird sich hinter dir eine Phalanx von Wartenden drängeln und vor dir eine Schar sonnengebräunter Menschen in sommerlich-luftigen Gewändern. Mit Chamäleonsaugen werden diese einerseits auf die  gepäckbefördernden Laufbänder schielen und andererseits versuchen zu erkennen, ob ihre Lieben sie bereits erwarten. Kaum erspähen sie einen davon, werden sie ihm reflexartig zuwinken um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Da der Zugewunkene sich hinter deinem Rücken befindet — du seiner also nicht sichtig wirst — wirst du das Gefühl haben, das freudige Winken und Grüßen gälte nur deiner Person!<br />
Widerstehe der Versuchung den Gruß zu erwidern und fahre stattdessen mit einem wohlig-warmen Gefühl in der Brust nach Hause. Heute wirst du wohlgemut einschlafen!</p>
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		<title>Talk nerdy to me</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 15:14:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaptic</dc:creator>
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		<title>Crack fürs Volk</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 19:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Caligula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abwegiges]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ankunft in einer kleinen Stadt. Eine alte Klosteranlage liegt hier in Trümmern. Sinnbild für den Zustand dieser Religion: steinerne Überreste, die keinem Zweck mehr dienen. Vorhanden und doch nicht vorhanden. Kalte Gebäudeskelette. Keine Mönchsgesänge mehr, keine Andachten — keine Lügen. &#8230; <a href="http://blog.blaue-wueste.de/?p=201">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ankunft in einer kleinen Stadt. Eine alte Klosteranlage liegt hier in Trümmern. Sinnbild für den Zustand dieser Religion: steinerne Überreste, die keinem Zweck mehr dienen. Vorhanden und doch nicht vorhanden. Kalte Gebäudeskelette. Keine Mönchsgesänge mehr, keine Andachten — keine Lügen.<br />
Ein Anflug von Genugtuung, ja, sogar Hoffnung. Wird am Ende alles gut?<br />
Weiter schweift der Blick, scannt die Umgebung. Entdeckt ein Schild: “zur Moschee 500 m”…<br />
Werden Menschen sich nie befreien von dem Aberglauben, werden sie nie lernen, selbständig zu denken und Verantwortung aus eigener Kraft heraus zu übernehmen?<br />
Zeit, den Ort zu verlassen. Die Enttäuschung wiegt zu schwer.</p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 19:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaptic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monoversum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich empfange eine Unterweisung, schreibt er. Klingt komisch, denke ich und komme ins Grübeln. Reden Sie wohl wieder mit ihm über Dinge, die Stimmen aus dem da draussen. Vielleicht erklären Sie ihm gerade die Welt, denke ich. Als ob es &#8230; <a href="http://blog.blaue-wueste.de/?p=192">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste"><span style="line-height: 24px; font-size: 16px;">Ich empfange eine Unterweisung, schreibt er. Klingt komisch, denke ich und komme ins Grübeln. Reden Sie wohl wieder mit ihm über Dinge, die Stimmen aus dem da draussen. Vielleicht erklären Sie ihm gerade die Welt, denke ich. Als ob es nicht reicht den ganzen Irrsinn mit eigenen Augen zu sehen. An jeder Ecke stehen sie, die Meinungsmultiplikatoren. Die ewiggleichen Phrasen.</span></div>
<p>Die Realität ist nur so wirklich wie die Worte, die sie formen, denke ich. Vielleicht meinte er Überweisung, denke ich und lächle. Ist immer noch besser als eine Einweisung.</p>
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		<title>Kleinst-Venedig?</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 15:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Caligula</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.blaue-wueste.de/wp-content/uploads/2010/08/nest.jpg" alt="schwimmendes Nest" title="schwimmendes Nest"/></p>
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		<title>Grünes Kryptonit</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 08:40:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Caligula</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wäre der letzte, der Zeiten als “gute, alte” verklären würde, da unumstößlich feststeht, dass immer alles Scheiße war und auf ewig bleiben wird, aber in einer Hinsicht trauere ich den Tagen meiner Kindheit durchaus nach: damals gab es an &#8230; <a href="http://blog.blaue-wueste.de/?p=173">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.blaue-wueste.de/wp-content/uploads/2010/08/superman_cover.jpg" style="float:left; margin-right: 10px"/>Ich wäre der letzte, der Zeiten als “gute, alte” verklären würde, da unumstößlich feststeht, dass immer alles Scheiße war und auf ewig bleiben wird, aber in einer Hinsicht trauere ich den Tagen meiner Kindheit durchaus nach: damals gab es an jedem Kiosk und in jedem Zeitschriftenladen eine Fülle von Comics, die ich alle gern gelesen hätte und die gewissermaßen taschengeldgerechte Preise hatten.</p>
<p>Die Spinne*, die fantastischen Vier*, der Silberstürmer*, Batman und Roter Blitz* versüßten mir meine Freizeit für eine handvoll D-Mark** und ich sammelte sie stapelweise.<br />
Spiderman, Fantastic Four, Silver Surfer, Batman und Flash gibt es immer noch zu kaufen. Mit einer Detailliebe gezeichnet, wie man sie bei den Fresken in der Sixtinischen Kappelle vorfindet. In Farbenvielfalt, die die Möglichkeiten des männlichen Auges übersteigen. Auf Hochglanzluxuspapier gedruckt, dass eines Staatsvertrages oder Prachtbandes mit Fotos von Südseekrabben würdig wäre. Zu einem Preis, der einen schwindeln macht. In Spezialläden, in denen der Nerd sich mit Nerds trifft.</p>
<p>Ich will doch nur Comics lesen, keine Kapitalanlage erwerben. Ich will bei den Abenteuern mitfiebern und nicht eine Glasvitrine füllen. Die Titelseiten sollen mich lediglich zum Kauf verführen, nicht im Louvre oder Prado aufgehängt werden.</p>
<p>So bleibt mir nur, die alten, zerfledderten Hefte und Taschenbücher von einst wieder und wieder zu lesen. Und ab und zu bei einem Lottogewinn oder einer Erbschaft mir einen neuen Edelband der X-Men zu gönnen…</p>
<p style="font-size: 50%">* ja, so hießen sie früher | ** das war in alten Zeiten die Währung dieses Landes, junger Leser</p>
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		<title>I call it a day</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 17:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaptic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.blaue-wueste.de/wp-content/uploads/2010/08/p_1600_1200_23663079-B5CF-4456-B341-69E735F3DDC7.jpeg"><img src="http://blog.blaue-wueste.de/wp-content/uploads/2010/08/p_1600_1200_23663079-B5CF-4456-B341-69E735F3DDC7.jpeg" alt="" class="alignnone size-full" /></a></p>
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		<title>Zahnsteinbehandlung</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 08:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Caligula</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr weicher Handballen ruht auf meiner Schulter um ihr Halt zu bieten, während ihr andere geschickte Hand meine Unterlippe schürzt. Dieses gewaltsam-verzerrte Lächeln ist alles, was ich ihr zeige, aber nicht das, was ich empfinde. “Drehen Sie Ihren Kopf bitte &#8230; <a href="http://blog.blaue-wueste.de/?p=168">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr weicher Handballen ruht auf meiner Schulter um ihr Halt zu bieten, während ihr andere geschickte Hand meine Unterlippe schürzt. Dieses gewaltsam-verzerrte Lächeln ist alles, was ich ihr zeige, aber nicht das, was ich empfinde. “Drehen Sie Ihren Kopf bitte mehr zu mir” — schüchtern folge ich der Aufforderung und erhasche einen Blick in ihre lieblich grün-blauen Augen, gekrönt von aufreizend nach oben geschwungenen Wimpern. Den erfreulichen Anblick auszukosten und länger zu genießen verbietet mir der Anstand, meine Augen wandern nach rechts. Eine kleine Perle als Ohrring am oberen Knorpelrand ihres Ohrs, weiter unten ein Ring, ganz unten zwei verwaiste Löcher. Ihr dunkelbraunes Haar am Hinterkopf zu einem praktischen Knoten improvisiert. Wie lang es wohl ist und wie es aussieht, wenn es ihr glatt über die Schultern fließt?! Ein silber schimmernder schmaler Reif schmückt dein Haar.<br />
Durch das hauchdünne Latex kann ich schon beinahe die liebkosend weiche Haut ihrer talentierten Finger spüren, wenn sie damit meine Lippen fixiert.<br />
Sie beugt sich über mich für einen besseren Einblick und drückt dabei in traumgleicher Genießerzeitlupe die sanfte Rundung ihrer kleinen Brust an meinen vor Ehrfurcht erstarrten Leib.<br />
Ihr Gesicht so nah — wie Sekundenbruchteile vor einem Kuss. Doch wehrt ihre Schutzmaske schon ausreichend den Gedankenversuch ab.<br />
Ihre nicht allzu langen, nicht allzu dünnen und doch weiblich-ansehnlichen Finger streicheln meine Lippen, berühren meine Zähne, elektrisierend — nicht schmerzhaft wie die Behandlung durch die Bohrer, reizvoll, sinnlich.<br />
“Geht es noch?” fragt sie mich besorgt. Mannhaft nicke ich und hoffe, dass sie sich auf die Pein meiner Zähne bezieht.<br />
Sie ist besorgt, mir Qualen zuzufügen und ist sich nicht bewusst, welch Wonne sie mir schenkt.<br />
Liebevolle Berührungen. Wenn auch begrenzt auf den Mundbereich und die Schulter, fühle ich es doch am ganzen Körper.<br />
Ihre Lippen kann ich hinter der Maske nur erahnen, ihre Weichheit dringt in meine Vorstellung, meine rechte Hand umklammert schutzsuchend ihre linke Schwester.<br />
Reinheit strahlt ihr weißer Arztkittel aus. Standhafte Keuschheit, die ich unter keinen Umständen würde verletzen wollen. Meine Sehnsucht ist eine andere..<br />
Bitte höre niemals auf, das Surren des Bohrers soll nicht enden, solange es Zahnstein gibt, wirst du nah bei mir sein, ich bin eingetaucht in deine warme Aura, kann dich fühlen, riechen (geruchsneutral), hören, sehen und es verzaubert mich.<br />
Entspannt-verkrampft verharre ich in Gewissheit, dass alles Schöne wie alles Unerträgliche ein Ende findet.<br />
Ihre großen, ovalen Augen mit den aufgeschwungenen Augenwinkeln sind konzentriert auf meinen Mund gerichtet.<br />
Ich bedauere, dir keine ansehnlichere Seite von mir präsentieren zu können. Du wirst keinen guten Eindruck von mir haben. Du wirst nicht wissen, was du in mir auslöstest, nicht ahnen, welche kostbare Gabe du mir schenktest an diesem Montagmorgen. Auch ich werde in ein Wellental zurückfallen, die Leere nach dem Höhepunkt durchschreiten und dich vergessen. Aber ich danke dir und werde diesen Augenblick unserer endgültigen Trennung ein paar Minuten weiter in die Zukunft schieben und mir von der Zeit einen zusätzlichen winzigen Bereich stehlen, in dem wir beisammen waren und du mich verwöhntest.<br />
Du beugst dich über den Terminkalender und offenbarst mir zum Abschied nebst dem Einblick in deinen Ausschnitt mit dem farbenfrohen BH eine neue hoffnungsvolle und quälende Wartezeit. Ein ganzes Quartal ohne dich Liebreizende steht mir bevor.</p>
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		<title>Monoversum</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 19:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaptic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monoversum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tür. Der Flur. Das Zimmer. Ein Schrank. Der Schreibtisch. Ich, — Gegenmensch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tür.<br />
Der Flur.<br />
Das Zimmer.<br />
Ein Schrank.<br />
Der Schreibtisch.<br />
Ich, — Gegenmensch.</p>
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