Remix

Ewig fern, in Gedan­ken nah: das Ora­kel der Pyra­mi­den. 
Lau­sche der Worte, lies die Orna­mente, suche nicht.

Es spricht, es sprach,
es schweigt in lan­gen Schatten.

In Rät­seln träum ich Wärme.

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Schönheit ohne Worte: Henriette

Hen­ri­ette (amt­lich: Hein­rich), eine Vier­ze­hen­schild­kröte (Testudo hors­fiel­dii), die dem Betrach­ter von allen Sei­ten einen erfreu­li­chen Anblick bietet:

Hen­ri­ette von vorn

Hen­ri­et­tes Heck

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Katzen sind Nutten

Eine behaarte Kugel dient ihnen als Kopf. Am ent­ge­gen­ge­setz­ten Ende des Lei­bes befin­det sich ein nicht min­der behaar­ter Schweif, den sie in lich­ten Momen­ten als den eige­nen wahr­neh­men. Dazwi­schen ist der Kör­per­teil, der ihnen den Namen gab, der Kat­zen­bu­ckel. Elas­tisch und bieg­bar in jede Rich­tung. Doch eine Frage muss dies­be­züg­lich gestat­tet sein: wel­chem Zweck dient es, dass eine Krea­tur an ihrem eige­nen Anus schnuf­feln kann?

Gefragt, was ihnen an Kat­zen gefällt, ant­wor­ten deren mensch­li­che Die­ner uni­sono, “sie sind so süß”. Eine Gedan­ken­ver­ir­rung, die sich im Inter­net auch auf zahl­lo­sen ach-so-herzigen Lol-Cat-Seiten manifestiert.

Was im Detail ist so gol­dig an den Dach­ha­sen? Die immer aufs neue zum schei­tern ver­ur­teil­ten Ver­su­che, ihren tap­si­gen Pfo­ten wie Hände ein­zu­set­zen? Die Unbe­irr­bar­keit im Glau­ben, dass Kat­zen­has­ser X sie allen eige­nen Beteue­run­gen zum Trotz unwi­der­steh­lich fin­det? Ist es das flau­schige Fell, dass sie in Woh­nung und auf Klei­dung ihrer mensch­li­chen Dosen­öff­ner ver­tei­len, wie Löwen­zahn seine Achä­nen? Die mur­mel­run­den Mani­pu­la­ti­ons­in­stal­la­tio­nen, gemein­hin als Augen missdeutet?

Was auch immer — es han­delt sich um Ober­fläch­lich­kei­ten. Wenn man eine Frau süß fin­det, muss man doch auch nicht gleich mit ihr zusam­men zie­hen und von Liebe geblen­det dar­über hin­weg­se­hen, dass sie haart, die Tapete zer­kratzt und einen auch am Wochen­ende früh weckt.

Warum also ver­spü­ren so viele Zeit­ge­nos­sen den Wunsch, sich ein Haus­tier zu hal­ten, des­sen größte intel­lek­tu­elle Leis­tung im Leben es ist, das Kat­zen­klo als sol­ches zu erken­nen?
Weil 1 und 1 immer noch 2 ergibt. Kat­zen sind Nut­ten, die sich für keine Anbie­de­rung zu schade sind, wenn sie sich dafür eine gefüll­ten Fut­ter­napf, einen tro­cke­nen Schlaf­platz und Lieb­ko­sun­gen erschlei­chen kön­nen. Auf der ande­ren Seite gibt es genug anspruchs­lose Mit­men­schen, die auf die bil­li­gen Tricks rein­fal­len. Kat­zen und Tier­freunde, Nut­ten und Freier, Ange­bot und Nach­frage. 1 und 1.

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Spirellihälse

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Ausgestrahlt

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in memoriam

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Aus dem Wählertestlabor

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Weil wir doch heute alle ein bisschen Rheinländer sind

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